1. Die einleitende Bemerkung kennzeichnet als den Gegenstand des ,,Kapital" eine bestimmte Gesellschaft, deren erstes Charakteristikum darin liegt, daß die einzelne Ware die Elementarform ihres Reichtums darstellt (01). Diese ist zunächst
,,ein äußerer Gegenstand, ein Ding, das durch seine Eigenschaften menschliche Bedürfnisse irgendeiner Art befriedigt" (MEW 23/49).Der erste ,,Faktor" der Ware, ihr Gebrauchswert, besteht in ihrer Beziehung auf den Menschen mit seinen Bedürfnissen, in einem Verhältnis, in das sie zum Menschen tritt:
,,Die Nützlichkeit eines Dings macht es zum Gebrauchswert" (MEW 23/50).Das Nützlichkeitsverhältnis, das die Ware als Gebrauchswert charakterisiert, hat an der Ware selbst seine objektive Voraussetzung:
,,Aber diese Nützlichkeit schwebt nicht in der Luft. Durch die Eigenschaften des Warenkörpers bedingt, existiert sie nicht ohne denselben." (MEW 23/50) (02).Objektiv, unabhängig von ihrer Beziehung auf das menschliche Bedürfnis, reduziert sich der erste Faktor der Ware auf die Bestimmung eines natürlichen Gegenstandes.
,,Gebrauchswerte bilden den stofflichen Inhalt des Reichtums, welches immer seine gesellschaftliche Form sei. (MEW 23/50)Und die Untersuchung der Waren nach ihren nützlichen Eigenschaften gibt auch keinen Aufschluß über das Wesentliche der Elementarform ,,Ware", sie fällt als Naturwissenschaft, die damit befaßt ist, ,,die Gebrauchsweisen der Dinge zu entdecken", außerhalb der ökonomischen Wissenschaft:
,,Die Gebrauchswerte der Waren liefern das Material einer eigenen Disziplin, der Warenkunde." (MEW 23/50) (03)Insofern, als die Elementarform des kapitalistischen Reichtums Gebrauchswert ist, andererseits gieichgültig bleibt gegen die bestimmten Eigenschaften der Warenkörper und ihre spezifische Nützlichkeit, läßt sich aus den Aussagen über den Gebrauchswert der Ware ein erstes allgemeines Charakteristikum der bürgerlichen Ökonomie erschließen: sie stellt ein Verhältnis der Gesellschaft zur Natur vor, dessen Eigenarten sich nicht aus der qualitativen und quantitativen Bestimmtheit der Natur als Gegenstand menschlicher Bedürfnisse ableiten. Diese Gesellschaft unterstellt die Natur als Objekt des Nutzens, läßt sich aber von deren Beschaffenheit nicht ihre ökonomischen Gesetze vorschreiben. In der Gleichgültigkeit der Elementarform gegen die Besonderheiten der Gebrauchseigenschaften, die sie voraussetzt, drückt sich die Unterwerfung der Natur durch die kapitalistische Gesellschaft aus. So verwundert es auch nicht, daß die spezifisch gesellschaftliche Bestimmung der Elementarform über ein Verhältnis, in das Gebrauchswerte treten, eingeführt wird. Vom Gegenstand menschlichen Bedürfnisses, als der die Ware zunächst figuriert, karin es keinen Übergang zur bestimmten gesellschaftlichen Form geben, in der sich die Menschen der Natur bemächtigen.
,,Der Tauschwert erscheint zunächst als das quantitative Verhältnis, die Proportion, worin sich Gebrauchswerte einer Art gegen Gebrauchswerte anderer Art austauschen,... (MEW 23/50)Indem sich die beiden Arten von Gebrauchswerten in bestimmter Quantität gegenübertreten, fungieren sie als spezifizierende Momente eines Maßverhältnisses füreinander. Das Austauschverhältnis beruht selbst nicht auf der Qualität der Gebrauchswerte, die es zu seiner Voraussetzung hat, sondern auf deren quantitativem Vorhandensein ( 04). Daß sich der eine Gebrauchswert zum andern als seinem Maß verhält, hat mit seiner natürlichen Beschaffenheit und dem Bedürfnis, das er befriedigt,|55|56| ebensowenig zu schaffen, wie die bestimmte Proportion, in der dies geschieht. Der Tauschwert erscheint als
,,. . . ein Verhältnis, das beständig mit Zeit und Ort wechselt" (MEW 23/50)und muß deshalb als gegen das einzelne, bestimmte Verhältnis gleichgültig begriffen werden. Dessen Relativität und Zufälligkeit scheint dem Tauschwert als solchem eigentümlich -
,,... ein der Ware innerlicher, immanenter Tauschwert also eine contradictio in adiecto" (MEW 23/51)ist es aber nicht. Die Reihe von Austauschverhältnissen, die die Gleichgültigkeit des Tauschwerts gegen das einzelne Verhältnis dokumentiert, läßt auch erkennen, daß der Tauschwert, das Verhältnis, in das eine Art von Gebrauchswerten zur anderen tritt, auf einer objektiven Bestimmung der Warenkörper beruht, auf einer allgemeinen Eigenschaft, die sie befähigt, als Tauschwert zu erscheinen ( 05):
,,Die gültigen Tauschwerte derselben Ware drücken ein Gleiches aus. Zweitens aber: der Tauschwert kann überhaupt nur die Ausdrucksweise, die ,,Erscheinungsform", eines von ihm unterscheidbaren Gehalts sein." (MEW 23/51)So richtig die Feststellung ist, daß das Maßverhältnis, welches zwei Arten von Gebräuchswerten eingehen, nicht aus ihrer Besonderheit als Gebrauchswerte, aus ihren natürlichen Eigenschaften bestimmbar ist, so falsch ist die Folgerung, der Tauschwert habe nichts mit den Sachen zu tun, die in diesem Verhältnis als Maße füreinander wirken. Im Gegenteil: Ihre Gleichsetzung nötigt zu dem Schluß, daß es sich bei ihnen nicht um bloße Gebrauchswerte handelt:
,,Daß ein Gemeinsames von derselben Größe in zwei verschiednen Dingen existiert, in 1 Quarter Weizen und ebenfalls in a Ztr. Eisen. Beide sind also gleich einem Dritten, das an und für sich weder das eine noch das andre ist. Jedes der beiden, soweit es Tauschwert, muß also auf dies Dritte reduzierbar sein." (MEW 23/51) ( 06)Beide Seiten des Austäuschverhältnisses müssen das Maß, welches im Tauschwert erscheint, bereits in sich tragen. Gebrauchswerte, die als Äquivalente auftreten, zeigen, daß ihnen eine identische Qualität objektiv zukommt, und daß sie diese Qualität im Tauschwert darstellen. |56|57|
,,Dies Gemeinsame kann nicht eine geometrische, physikalische, chemische oder sonstige natürliche Eigenschaft der Waren sein. Ihre körperlichen Eigenschaften kommen überhaupt nur in Betracht, soweit selbe sie nutzbar machen, also zu Gebrauchswerten. Andrerseits aber ist es gerade die Abstraktion von ihren Gehrauchswerten, was das Austauschverhältnis der Waren augenscheinlich charakterisiert. Innerhalb desselben gilt ein Gebrauchswert gerade so viel wie jeder andre, wenn er nur in gehöriger Proportion vorhanden ist." (MEW 23/51 f.) ( 07)
,,Sieht man nun vom Gebrauchswert der Warenkörper ab, so bleibt ihnen nur noch eine Eigenschaft, die von Arbeltsprodukten." (MEW 23/52)Insofern die Waren als Werte, Produkte menschlicher Arbeit, gleich sind - als Tauschwerte zeigen sie diese ihre Identität -, sind auch die ihr Dasein vermittelnden Arbeiten gleich:
,,Mit dem nützlichen Charakter der Arbeitsprodukte verschwindet der nützliche Charakter der in ihnen dargestellten Arbeiten, es verschwinden also auch die verschiednen konkreten Formen dieser Arbeiten, sie unterscheiden sich nicht länger, sondern sind allesamt reduziert auf gleiche menschliche Arbeit, abstrakt menschliche Arbeit." (MEW 23/52) ( 11)
,,unterschiedsloser menschlicher Arbeit, d. h. der Verausgabung menschlicher Arbeitskraft ohne Rücksicht auf die Form ihrer Verausgabung. Diese Dinge stellen nur noch dar, daß in ihrer Produktion menschliche Arbeitskraft verausgabt, menschliche Arbeit aufgehäuft ist." (MEW 23/52) (13 )Und da ihre Funktion als Maße füreinander auf ihrem Wertsein beruht, ist mit der Bestimmung der Wertsubstanz auch das den Waren immanente Maß gefunden, das sie im Verhältnis zueinander ausdrücken; die Größe des Werts wird gemessen
,,Durch das Quantum der in ihm enthaltenen wertbildenden Substanz" (MEW 23/53)Diese Substanz, gleiche menschliche Arbeit, wird als Bewegung an der Zeit gemessen - alle anderen, auf die Besonderheit der jeweiligen Arbeit und auf die Individualität des Arbeitenden zunickgehenden qualitativen Maßbestimrnungen stünden im Widerspruch zur Gleichheit der Arbeiten ( 14). Sind die Waren als Tauschwerte nur bestimmte Maße festgeronnener Arbeitszeit, mithin Darstellung derselben Einheit, die sie in gewisser Größe vorstellen, kann auch die von der Individualität des Arbeiters abhängige Dauer seiner Tätigkeit, die dieser für die Fertigung seines Produkts benötigt, nicht dessen Wert messen. Seine Arbeit charakterisiert sich durch die Gleichsetzung mit andrer Arbeit ebenso wie diese als Teil der Einheit ( 15), die alle Arbeiten zusammenschließt. Die einzelnen Arbeiten sind Teilquanta der gesellschaftlichen Gesamtarbeit:
,,Die Arbeit jedoch, welche die Substanz der Werte bildet, ist gleiche menschliche Arbeit, Verausgabung derselben menschlichen Arbeitskraft. Die gesamte Arbeitskraft der Gesellschaft, die sich in den Werten der Warenwelt darstellt, gilt hier als eine und dieselbe menschliche Arbeitskraft, obgleich sie aus zahllosen individuellen Arbeitskräften besteht" (MEW 23/53)
|58|59| ,,Jede dieser individuellen Arbeitskräfte ist dieselbe menschliche Arbeitskraft wie die andere, soweit sie den Charakter einer gesellschaftlichen Durchschnitts-Arbeitskraft besitzt und als solche gesellschaftliche Durchschnittsarbeitskraft wirkt, also in der Produktion einer Ware auch nur die im Durchschnitt notwendige oder gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit braucht" (MEW 23/53) (16)
,,Die Produktivkraft der Arbeit ist durch mannigfache Umstände bestimmt, unter anderem durch den Durchschnittsgrad des Geschickes der Arbeiter, die Entwicklungsstufe der Wissens-schaft und ihrer technologischen Anwendbarkeit, die gesellschaftliche Kombination des Pro duktionsprozesses, den Umfang und die Wirkungsfähigkeit der Produktionsmittel, und durch Naturverhältnisse" (MEW 23/54) ( 18)
,,Die Wertgröße einer Ware wechselt also direkt wie das Quantum und umgekehrt wie die Produktivkraft der sich in ihr verwirklichenden Arbeit" (MEW 23/55)
,,Die Natur der Begriffe, die der Forschungsgang hervorbrachte, ist näher zu untersuchen. Wie verhalten sie sich zur empirischen Realität?"mit Marx-Zitaten zum Verhältnis von Kapital und Oberfläche (Konkurrenz) ,,beantwortet", was in der Kommentierung des ,,Kapital" als Etikettierung von Gegenständen, die Marx behandelt, mit ,,empirisch" und ,,begrifflich" wiederkehrt; an Stellen wie diesen:
,,Aus der Analyse des empirischen Tauschvorgangs haben wir den Wert lediglich als gesellschaftliche Qualität bestimmt, die allen Waren einheitlich zukommt..." [...] ,,Im ,,Kapital" bleibt Marx bei dieser leeren und dürftigen Aussage nicht stehen, sondern untersucht den empirischen Entstehungsprozeß der Waren, um ihre gesellschaftliche, der Formbestimmung nach abstrakt-allgemeine Wertqualität näher zu kennzeichnen..."wird deutlich, daß die Autoren weder über Wissensschaft noch über die Natur des Werts Bescheid wissen. Die Formen, die ein Gegenstand im Prozeß der Erkenntnis annimmt, verwechseln sie mit durchaus verschiedenen Gegenständen, und da sie den Schluß auf die lnhaltsbestimmung des Werts nicht verstanden haben, dichten sie Marx einfach ein unwissenschaftliches Vorgehen an. Statt auf dem im Austauschverhältnis enthaltenen Widerspruch die Bestimmung des Warenwerts gefolgert zu haben, soll er auf die Untersuchung des Entstehungsprozesses der Waren verfallen sein, dem im übrigen noch das Attribut ,,empirisch" zukommt! Marx untersucht aber gar keinen Arbeitsprozeß, sondern schließt aus der objektiven Existenz einer nicht-gegenständlichen Eigenschaft an den Warenkörpern, aus einem Widerspruch, der der Klärung bedarf also, daß die Waren die Bestimmung einer Vermittlung an sich haben, durch die sie hindurchgegangen sind. Und die Art dieser ihr Dasein vermittelnden Tätigkeit ergibt sich notwendig aus den zuvor aufgenommenen Bestimmungen der Waren als sich wechselseitig messende Gebrauchswertquanta. Für die Projektgruppe dagegen veranstaltet Marx einen wahren Hokus-pokus. Er
,,wendet . . . dieselbe Abstraktion, die bei der Betrachtung des Tausches zum Wert geführt hat, auf die Arbeit an und erhält so die abstrakte Arbeit als ebenso bestimmt wie der Wert ,als Gleichheit aller Verschiedenheiten'"- fürwahr ein starkes Stück: es liegt gar keine wissenschaftliche Erkenntnis vor, die aus der Ware den Doppelcharakter der Arbeit, die tatsächlich vorgehende Abstraktion entdeckt, sondern der lustige Einfall von Marx, ein bereits praktiziertes Verfahren - wohl weil's so schön war - nochmals ,,anzuwenden". Statt nun aber Marx ob solch subjektivistischer Vergehen fallenzulassen, preist man ihn dafür. Seine ,,Reflexion auf den empirischen Konstitutionsprozeß der Waren" vermittelt nämlich einen ziemlich einmaligen ,,Übergang" von einem Gegenstand zu einer Theorie (!), ,,von der Bestimmung des Werts als der abstrakts-allgemeinen identischen Qualität der Warenwelt zur Arbeitswerttheorie". Und solches ist notwendig - zwar nicht für die Entwicklung im ,,Kapital" (,,an keinem Punkt innerhalb dieser Entwicklung ist das Argument der Konstitution des Werts durch menschliche Arbeit notwendig"),|60|61| aber für die Durchbrechung des ,,idealistischen Scheins der Logik des Kapitals" den freilich erst die , ,Projektgruppe" erfunden hat. Die Kategorien des ,,Kapital " sind nicht mehr die bestimmten, historischen Formen, in denen sich der Reproduktionsprozeß der kapitalistischen Gesellschaft abspielt, sondern als ,,Logik des Kapitals" eine einzige Barriere für die Erkenntnis der kapitalistischen Realität:
,,Ihr spezifisch historischer Charakter, ihre tatsächliche Produziertheit aus bestimmten Strukturen (?) des ,,wirlichen Lebensprozesses" der Menschen selbst, die Konstitution der abstrakten Logik des Kapitals aus konkreten empirischen Voraussetzungen, kann aus ihr selbst heraus nicht begriffen werden".Eben diese Unmöglichkeit des ,,Begreifens" von etwas Unbegreiflichem hat nun Marx aber vollbracht:
,,Erst wenn die wissenschaftliche Theorie die Waren als Arbeitsprodukte den Wert, das Abstrakt-Allgemeine, als durch menschliche Arbeit hervorgebracht begreift" - durch einen unwissenschaftlichen Sprung in die Empirle, was immer das sei - ,,kann der idealistische Schein der Logik des Kapitals durchbrochen und ihr wirkliches Konstitutionsprinzip verstanden werden."Zu wünschen bleibt, daß sich die ,,Projektgruppe" entweder auf das Studium dessen, was im ,,Kapital" steht, besinnt - statt in ihm einen Beleg für die unbegriffenen Zusammenfassungen Marxscher Idealismuskritik zu suchen - oder sich auflöst.
,,Die These von der Reduzierbarkeit der Arbeitsqualität auf ihre Quantität" - hier bestätigt sich der Verdacht des Analphabetismus - ,,bezieht ihre Plausibilität" (was bezieht eine These? Sie bezieht Plausibilität. Der gute Philosophieprofessor bezieht Revenue mit solchen Offenbarungen) ,,zweifellos aus dem historisch-gesellschaftlichen Faktum, daß die maschinellen Bedingungen der neuzeitlichen industriellen Produktion zu einer solchen Entqualifizierung tendieren" (S. 44). ,,Eine solche Gleichförmigkeit ist nur bei total technisierter und in einem Ausmaß vollautomatisierter Produktionsweise gegeben, wie man es sich selbst in unserer Gegenwart noch nicht als realisierbar vorstellen kann" (S. 44 f.).Er sollte sich zum Zweck der ,,Reflexion des empirischen Entstehungsprozesses der Waren" mit der ,,Projektgruppe" zusammenschließen, um die ,,Arbeitswertlehre"' eine wissenschaftliche Theorie, das Resultat eines Gedankenganges durch Fabrikbesichtigungen einer Klärung zuzuführen. Leider hat der in der bürgerlich-wissenschaftlichen Öffentlichkeit so gefeierte Marx-Kritiker aber schon resigniert. Verschämt gesteht er seine Hilflosigkeit ein, die ihn angesichts einer Wissenschaft befällt, die wirklich eine ist und nicht nur Vorstellungen eines Werkeltagsphilosophen reproduziert:
,,der Marxsche Wissenschaftsbegriff zeigt von Anfang an Elemente, die es nicht gestatten, ihn mit dem der empirischen Wissenschaften neuzeitlicher Prägung ineinszusetzen" (5. 48).Fürwahr!
,,Der Güterwert ist in der Beziehung der Güter zu unseren Bedürfnissen begründet, nicht in den Gütern selbst: Mit dem Wechsel dieses Verhältnisses muß auch der Wert entstehen oder vergehen...|62|63| ... Der ,,Gebrauchswert" sowohl als der ,,Tauschwert" sind . . . in Wahrheit nur besondre Formen der einen generellen Erscheinung des ,,Wertes", jener oben dargelegten subjektiven Bedeutung, welche Güter für unser Leben und unsere Wohlfahrt haben." (Grundsätze der Volkswirtschaftslehre, S. 108 f.)Die zahlreichen Modifikatiönchen der ,,subjektiven Wertlehre", denen die aus der Vergleichung verschiedener Nutzen erschwindelte Grenznutzentheorie die Frage des Wertmaßes lösen soll, laufen auf die Leugnung der Objektivität einer Gleichsetzung und damit tatsächlich an den Waren gegebenen Einheit hinaus. Aus der Stellung der am Austauschprozeß beteiligten Subjekte zu den ins Verhältnis gesetzten Gegenständen statt aus der Analyse des Verhältnisses selbst bezogen, werden die Behauptungen dieser Theorien gewöhnlich gar nicht aus dem Tauschwert ,,erschlossen", sondern sogleich über die Stellung des bedürftigen Menschen zu verschiedenen Gütern, die nach ihrer Nützlichkeit verglichen werden, eingeführt. Die Indifferenzkurven, an bessere Wissenschaft erinnernde geometrische Darstellungen, können die Zirkularität der Erklärungen jedoch nicht verbergen: sie sind Buidln, Illustrationen der Vulgärwissenschaft, die das Verhältnis, in das Waren zueinander treten, in ein Verhältnis der Menschen zu den Gütern verwandelt, also übersieht, daß im Austauschverhältnis der Waren
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,,den auf Ricardo zurückgehenden Tauschwertbegriff, der sich ausschließlich am Verhältnis der Arbeitszeiten orientiert, unter Ausschluß einer jeden historischen Perspektive so ein, als könne man für jede Entwicklungsphase der Wirtschaftsgeschichte behaupten, die Arbeit sei der einzige wertbildende Faktor" (S. 37).Wir haben es hier offenbar mit einer Variante bürgerlicher Wissenschaft zu tun, die dem Analphabetismus verwandt ist.
,,Sinkt aber, durch den Umfang des technischen Fortschritts, tatsächlich durch Industrialisierung, der Anteil der lebendigen Arbeit, aus der seinem begriff nach allein der Mehrwert fließt, tendenziell bis zu einem Grenzwert, so wird davon das Kernstück, die Mehrwerttheorie affiziert".