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Kreative Banner-Aktion beim Maschseefest in Hannover – Aktivist_innen fordern Seenotrettung

Am Freitagabend haben mehrere Aktivist_innen auf dem Maschsee ein
oranges Transparent mit der Aufschrift „Ma(s)chSeenotrettung“ entrollt.
Sie wollen damit auf das andauernde Massensterben im Mittelmeer
aufmerksam machen und die Freilassung aller kriminalisierten
Seenotrettungsorganisationen und ihrer Schiffe fordern.

Das Banner wurde mithilfe von drei Tretbooten auf dem Gewässer gehalten
und war für die Besucher_innen des Maschseefestes gut sichtbar. Parallel
dazu wurden am Ufer Flyer zu der Aktion verteilt. Darauf heißt es unter
anderem: „Menschenleben sind nicht verhandelbar. Seenotrettung ist kein
Verbrechen. Werdet Teil der Seebrücke-Bewegung für sichere Fluchtwege,
Seenotrettung und internationale Solidarität!“ Unter dem Motto
„Seebrücke – Schafft sichere Häfen“ waren in den letzten Wochen
bundesweit zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Einer der
Auslöser war Kriminalisierung mehrerer Rettungsschiffe, wie zum Beispiel
der „Lifeline“.

„Es ist unerträglich, dass die EU aktiv Menschen sterben lässt – und das
massenhaft. Von europäischen Werten und Menschenrechten hat sich die
Politik wohl endgültig verabschiedet. Deshalb müssen wir selbst aktiv
werden und Druck von unten aufbauen“ meint eine Aktivistin, die auf den
Booten dabei war. Es seien weitere Aktionen geplant, unter anderem eine
Demonstration im September.

 

per Email am 18.08.2018