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BBU-Pressemitteilung
17.08.2018


Nach Waffenfunden: BBU fordert personelle Konsequenzen und sofortige
Stilllegung der Gronauer Uranfabrik

(Gronau / Dsseldorf, 17.08.2018) Nach Waffenfunden in der bundesweit
einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) fordert der
Bundesverband Brgerinitiativen Umweltschutz (BBU) personelle
Konsequenzen und die sofortige Stilllegung der Anlage.

Udo Buchholz vom Vorstand des BBU kritisiert in einer ersten
Stellungnahme, dass offenbar das Sicherheitskonzept des
Betreiberkonzerns Urenco vllig versagt hat. Es ist unglaublich, dass
in diese hochsensible Atomfabrik Waffenmaterial unentdeckt eingeschleust
werden kann. Der Vorfall muss umfassend aufgeklrt und die Bevlkerung
vollstndig informiert werden.Kritik bt Buchholz auch an der
zustndigen Atomaufsichtsbehrde in Dsseldorf: Anfragen zu den
aktuellen Vorgngen in der Urananreicherungsanlage wurden nicht
beantwortet.

Die Gronauer Urananreicherungsanlage ist seit vielen Jahren heftig
umstritten. 2010 kam es zu einer Verseuchung in der Anlage, weil ein
vermeintlich leerer Uranbehlter Uranreste enthalten hatte.
Umweltverbnde wie der BBU, die rzteorganisation IPPNW und
Brgerinitiativen wie der rtliche Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
kritisieren, dass es fr die Anlage in Gronau trotz
Atomausstiegsbeschluss keine Laufzeitbegrenzung gibt. Die Initiativen
und Verbnde verweisen darauf, dass Rechtsgutachten, die noch von der
ehemaligen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Auftrag gegeben
wurden, zu dem Ergebnis kamen, das die Anlage in Gronau rechtssicher
stillgelegt werden kann. Die neue Umweltministerin Svenja Schulze muss
den aktuellen Vorfall in Gronau aufarbeiten, Konsequenzen ziehen und
letztlich fr die Stilllegung der Anlage sorgen, so
BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz

Informationen der Grafschafter Nachrichten zu den Waffenfunden in der
Anlage:

https://www.gn-online.de/nordhorn/wollte-nordhorner-in-atomfabrik-waffen-bauen-246834.html

 

Zusendung per email 17.08.2018